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Steuerehrlich mit Druck

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Steuerehrlich mit Druck

17.000 Steuerbetrüger haben sich in diesem Frühjahr selbst angezeigt. Das sind mehr als in den Jahren 2011 und 2012 zusammen. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans ist sich sicher, dass noch viele folgen. Ganz freiwillig ist die Selbstanzeige meistens nicht. Viele treibt die Sorge, doch noch auf einer Steuer-CD aufzutauchen. Und spätestens seit dem Urteil gegen Uli Hoeneß wissen alle, dass Steuerbetrug eine Straftat und kein Kavaliersdelikt ist.

Selbstanzeigen ver.di Die Zahl der Selbstanzeigen steigt kräftig an

In Zeiten von Schuldenbremsen, unterfinanzierten öffentlichen Haushalten und verfallendem öffentlichen Vermögen kann sich kein Gemeinwesen leisten, um Einnahmen betrogen zu werden. Seit 2010 haben Selbstanzeigen immerhin 4,3 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen gespült. Selbstanzeigen sind umstritten, weil Steuerbetrüger so straffrei davonkommen. Bisher müssen sie lediglich einen Strafzuschlag zahlen. Ab Januar 2015 soll dieser immerhin deutlich teurer werden. Einträglicher und gerechter wäre, die Gelegenheit zu Steuerbetrug erst gar nicht zu geben. Denn Gelegenheit macht Diebe, heißt es. Solange ein automatischer, grenzüberschreitender Datenaustausch mit Steuerbehörden aber nicht Realität ist, hilft nur Abschreckung.