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Schluss mit Verschleiß!

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Schluss mit Verschleiß!

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärt normalerweise Ländern, wo sie am besten kürzen und ihre Bevölkerung ausquetschen können – so zurzeit in Europa als Teil der berüchtigten Troika. Der aktuelle Rat für Deutschland ist aber ausnahmsweise mal sinnvoll und ganz anders: Mehr investieren!

Rückgang der Investitionen ver.di Rückgang der Investitionen in Deutschland

Mit mehr privaten und öffentlichen Investitionen könnte das inländische Wachstum angeschoben und die Erholung im restlichen Europa unterstützt werden. Nötig seien vor allem höhere öffentliche Ausgaben für die Infrastruktur. Was die Bundesregierung bisher plane, sei zu wenig. Der IWF empfiehlt zusätzliche Investitionen von jährlich 14 Milliarden Euro.

Damit wiederholt der IWF, was die Spatzen längst von den Dächern pfeifen. Ein riesiger Investitionsstau ist in Deutschland aufgelaufen: Von Verkehr über Energie- und Wasserversorgung bis hin zu Bildung und Kultur. Seit zehn Jahren reichen die öffentlichen Ausgaben nicht aus, um den Verschleiß der öffentlichen Infrastruktur auszugleichen. Dies zeigt sich in negativen Nettoinvestitionen. Statt Fahren auf Verschleiß brauchen wir ein Aufbauprogramm. Was für Deutschland richtig ist, gilt aber für ganz Europa. Geld ist genug da! Es muss nur durch mehr Steuern für Vermögende und finanzstarke Unternehmen in sinnvolle Anlagen gelenkt werden.