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Droht uns ein Inflationsschock?

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Droht uns ein Inflationsschock?

Einkaufen, Tanken und Heizen wird teurer. Im August stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent. Das ist die stärkste Teuerung seit 1993. Menschen mit niedrigen Einkommen leiden besonders unter den steigenden Preisen. Sie müssen einen großen Teil ihres Einkommens für Nahrungsmittel, Benzin oder Bekleidung ausgeben.

Vieles spricht aber dafür, dass sich der Preisanstieg wieder abschwächen wird. Vor einem Jahr waren die Preise für Öl und Kraftstoffe und andere Waren und Dienstleistungen durch die befristete Mehrwertsteuersenkung besonders niedrig. Die Normalisierung führt jetzt zu besonders hohen Inflationsraten. Zudem führt der wirtschaftliche Aufschwung zu einer hohen Rohstoff- und Energienachfrage der Unternehmen und damit steigenden Preisen. Und Verbraucherinnen und Verbraucher geben jetzt Geld aus, welches sie im Corona-Lockdown angespart haben.

Inflation ver.di Inflationstreiber Ölprodukte  – Anstieg der Preise im August gegenüber dem Vorjahr

Diese Sondereffekte werden die Preise zukünftig nicht mehr anschieben. Die starke Rohstoff- und Energienachfrage wird durch ein erweitertes Angebot bedient werden. Dann fallen auch die Preise für Öl und Benzin wieder. Kurzum: Eine dauerhaft hohe Inflation steht uns nicht bevor. Dennoch: In den nächsten Tarifrunden geht es darum, drohende Kaufkraftverluste zu verhindern. Zudem wird der Aufschwung gestärkt, wenn er sich auch in den Taschen der Beschäftigten niederschlägt.

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