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Lohnlücke schließen!

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Lohnlücke schließen!

Am 17. März ist der diesjährige „Equal Pay Day“. Er markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Bis zu diesem Datum arbeiten Frauen rechnerisch im Vergleich zu Männern jedes Jahr quasi umsonst. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bekamen Frauen 2019 durchschnittlich 20 Prozent weniger Lohn pro Stunde als Männer.

Ein Grund für die Lohnlücke ist die schlechtere Bezahlung vieler „Frauenberufe“. Doch mit steigendem Alter nimmt dieser so genannte „Gender Pay Gap“ stark zu. Der wichtigste Grund dafür: Viele Frauen reduzieren nach der Geburt eines Kindes ihre Arbeitszeit, während Väter ganz überwiegend weiter Vollzeit arbeiten. Teilzeit und erst recht Minijobs aber werden meist schlechter bezahlt. Zudem kommen Frauen dadurch seltener in Führungspositionen. Dementsprechend ist die Lohnlücke in Ostdeutschland mit nur sieben Prozent viel geringer als im Westen. Denn dort arbeitet traditionell auch ein Großteil der Mütter weiter in Vollzeit.

Equal Pay Day ver.di Lohnlücke schließen!  – Lohnlücke steigt mit dem Alter

Um die Benachteiligung der Frauen beim Lohn zu verringern, muss also vor allem die Erziehungsarbeit gerechter verteilt werden. Eine gleichere Verteilung der Elternzeit auf beide Eltern und ein Ausbau von ganztägiger Kinderbetreuung würde gleichberechtigte Erwerbstätigkeit beider Eltern erleichtern. Eltern brauchen zudem die Möglichkeit für kürzere und selbstbestimmte Arbeitszeiten, ohne dabei auf Aufstiegschancen verzichten zu müssen.