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Konjunktur ankurbeln!

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Konjunktur ankurbeln!

Der deutsche Wachstumsmotor stottert. Die heimische Wirtschaft steckt in einer Rezession. Ursächlich sind ein schwacher Konsum und hohe Zinsen.

Die hohe Inflation ließ letztes Jahr die Reallöhne um vier Prozent schrumpfen. Dadurch leidet die Kaufkraft und somit die wirtschaftliche Entwicklung. Gegenüber dem Vorjahr sinkende staatliche Ausgaben verschärfen die Misere.

Hinzu kommt: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zu stark an der Zinsschraube gedreht. Die hohen Zinsen haben die Konjunktur abgewürgt. Die Wohnungsbauaufträge beispielsweise sind um fast 40 Prozent eingebrochen. Deswegen haben die Wirtschaftsexperten ihre Wachstumsprognosen nach unten korrigiert.

Grafik BIP-Entwicklung 2013-2023 ver.di Bruttoinlandsprodukt Deutschland  – Rezession: Wirtschaftsleistung schrumpft

Die gute Nachricht ist: Die Konjunkturschwäche kann überwunden werden. Nachdem die Energiepreise wieder sinken und auch die Nahrungsmittelpreise nicht weiter steigen, geht die Inflationsrate zurück. Die EZB darf die Zinsen nicht weiter erhöhen. Höhere Zinsen würden die Konjunktur nur noch weiter abwürgen.

Gleichzeitig darf Finanzminister Lindner nicht auf die Investitions- und Ausgabenbremse treten. Ein Sparpaket wäre nicht nur sozial unzumutbar, sondern würde auch der Wirtschaft schweren Schaden zufügen.

Tarifabschlüsse für höhere Löhne sichern die Kaufkraft und kurbeln so die Konjunktur an. Die ver.di-Abschlüsse im öffentlichen Dienst und bei der Post AG sind gute Beispiele.