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Mehr für kleine Geldbeutel!

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Mehr für kleine Geldbeutel!

Die Bundesregierung hat zusätzliche Hilfen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie beschlossen. Kultur unterstützt sie mit einer weiteren Milliarde Euro. Gut so – denn Theater, Kinos & Co. sind von den Anti-Corona-Maßnahmen besonders betroffen. Hartz-IV-Empfängerinnen und –Empfänger erhalten einen Zuschlag von 150 Euro. Auch das ist gut – allerdings darf es nicht bei einem einmaligen Zuschuss bleiben. Hier muss die Regierung nachlegen. Beim Kinderbonus hat sie dies schon getan. 2021 soll es 150 Euro pro Kind geben – gut, aber mehr wäre besser.

Dass ein solcher Kinderbonus sinnvoll ist, zeigt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung: Das 2020 schon einmal ausgezahlte Kindergeld-Extra hat die Konjunktur gestützt – mehr als die ungleich teurere Mehrwertsteuer-Senkung. Zudem profitierten davon vorwiegend Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen. Die Mehrwertsteuersenkung hingegen nutzten vor allem Haushalte mit höheren Einkommen, auch um ohnehin geplante Anschaffungen zu tätigen.

Entwicklung der Konsumausgaben ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 03 / 2021  – Mehr für kleine Geldbeutel

Gerade Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen trifft die Krise besonders hart. Hier sorgen Maßnahmen wie Hartz-IV-Zuschläge und Kinderboni und auch das von ver.di geforderte Mindest-Kurzarbeitergeld für einen fairen Ausgleich. Sie sind aber auch konjunkturell sinnvoll. Denn aus kleinen Geldbeuteln wird ein höherer Anteil des Einkommens wieder ausgegeben – was die Wirtschaft stärkt.