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Schluss mit Steuertricks!

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Schluss mit Steuertricks!

Die EU-Staaten verlieren jährlich 60 Milliarden Euro durch die Steuerflucht international tätiger Konzerne. Dieses Geld würde aber dringend benötigt: Die EU-Mitgliedstaaten könnten damit notwendige Investitionen tätigen, soziale Dienstleistungen ausbauen oder mit besseren Sozialleistungen die Armut bekämpfen. Nachholbedarf gibt es dabei in Europa genug. Und je mehr Steuern Reiche und Konzerne zahlen, desto weniger müssen die Beschäftigten zur Kasse gebeten werden.

Allein die Steuertricks des Computerkonzerns Apple haben die EU-Mitgliedstaaten 2015 bis 2017 geschätzt bis zu 21 Milliarden Euro gekostet. McDonalds hat sich zwischen 2009 und 2015 vor etwa 1,5 Milliarden Euro Steuern gedrückt. Auch IKEA versteht sich auf dieses Geschäftsmodell: Eine Studie ergab, dass das Möbelunternehmen zwischen 2006 und 2011 rund eine Milliarde Euro an Steuern vermieden hat.

Steueroasen ver.di Schluss mit Steuertricks!  – Geld wandert in Steueroasen

Mit solchen Steuertricks muss endlich Schluss sein. Durch die Einführung eines „public Country-by-Country-Reporting“ müssten die Unternehmen offenlegen, in welchem Land sie wie viele Gewinne erwirtschaften und wo sie ihre Steuern darauf (nicht) zahlen. Konzerne dürfen sich nicht weiter vor ihrer Verantwortung für das Gemeinwesen drücken! Das Europäische Parlament kann Druck machen und mitentscheiden, dass wirksame Maßnahmen durchgesetzt werden. Auch deswegen ist es wichtig, welche Parteien dort künftig das Sagen haben!