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Überstunden abbauen!

Überstunden abbauen!

Für viele Menschen sind Überstunden der Normalfall: Jeder/jede zweite Vollzeitbeschäftigte macht regelmäßig mehr als zwei Überstunden pro Woche. Bei Teilzeit-Beschäftigten arbeitet jede vierte Frau und jeder sechste Mann länger als vertraglich vereinbart. Nur eine Minderheit macht dies freiwillig – etwa aus Freude an der Arbeit oder für ein Extrageld. Dies berichtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in einem aktuellen Report. Und der DGB-Index Gute Arbeit zeigt: Im Dienstleistungsbereich leisten die Beschäftigten im Durchschnitt fast vier Überstunden pro Woche.

Überstunden verhindern die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Und ungefähr jede zweite Überstunde wird weder bezahlt noch durch Freizeit ausgeglichen. Hinzu kommt: Je mehr Überstunden Beschäftigte leisten müssen, desto häufiger leiden sie an Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit und Erschöpfung. Hier wird Arbeit sprichwörtlich auf dem Rücken der Beschäftigten flexibilisiert.

Überstundenabbau ver.di Arbeitszeitreport

Gute Arbeit braucht hingegen Arbeitszeiten, die den Bedürfnissen der Beschäftigten entsprechen. Notwendig sind dafür eine striktere Einhaltung von Arbeitszeit-Regelungen und der Abbau von Überstunden. ver.di hat deshalb ein tarifpolitisches Konzept entwickelt, das zur Angleichung von Voll- und Teilzeit führt. Gleichzeitig brauchen wir Regelungen zur Reduzierung des Arbeitspensums sowie zu einem vollumfänglichen Personalausgleich.