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Mitbestimmt digitalisieren!

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Mitbestimmt digitalisieren!

Eigentlich könnte Digitalisierung genutzt werden, um Arbeit menschengerechter zu gestalten und Arbeitsbelastung zu reduzieren. Die Wirklichkeit aber sieht anders aus. Eine Beschäftigtenumfrage des DGB zeigt: Digitalisierte Arbeit ist oft besonders belastend. Zeitdruck, häufige Unterbrechungen und eine hohe Arbeitsverdichtung sorgen für Stress.

Zwei von drei Beschäftigten arbeiten bereits heute in hohem oder sehr hohem Maße mit digitalen Hilfsmitteln. Bis zu 70 Prozent von ihnen sagen, dass sie bei der Arbeit häufig gestört und unterbrochen werden. Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die nicht oder kaum mit digitalen Mitteln arbeiten, beklagt sich hingegen nur jeder und jede Zweite über Störungen. Zugleich fühlen sich Beschäftigte mit stark digitalisierten Arbeitsplätzen häufiger gehetzt.

Gute Arbeit und Digitalisierung DGB Mitbestimmt digitalisieren!  – Umfrageauswertung

Die digitalisierte Arbeitswelt braucht daher klare Regeln und Grenzen. Viele Unternehmen wollen aber keine Grenzen. Die Arbeitgeberverbände wollen sogar den Acht-Stunden-Tag abschaffen und die Ruhezeiten verkürzen. Ver.di hingegen verteidigt diesen gesetzlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Zudem sollen die Beschäftigten ihre Arbeitswelt selbst gestalten können. Der Ausbau der Mitbestimmung und die Stärkung individueller Beteiligungsmöglichkeiten ist daher auch im Zeitalter der Digitalisierung ein zentraler Hebel für gute Arbeitsbedingungen.