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Echte Vollbeschäftigung

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Echte Vollbeschäftigung

Pünktlich zur Bundestagswahl wollen CDU/CSU Vollbeschäftigung erreichen. „Sozial ist, was Arbeit schafft“, lautet dabei ihre Devise im Wahlprogramm. Die gute Arbeitsmarktentwicklung spricht aus konservativer Sicht dafür, die bisherige Unionspolitik fortzusetzen. Das ist reichlich vermessen.

Richtig ist: Die Arbeitslosigkeit ist gesunken.  Die offizielle Arbeitslosenstatistik – 2,7 Millionen Arbeitslose – sagt allerdings nur die halbe Wahrheit. So werden etwa vorübergehend Kranke, ältere Hartz IV-Beziehende und Menschen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nicht mitgezählt. Rechnet man diese Menschen hinzu, gibt es in Deutschland tatsächlich 3,7 Millionen Arbeitslose.

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Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist viel zu hoch. Gerade dieses Problem geht die Union nicht an. Im Gegenteil: Unter Schwarz-Gelb kürzten CDU/CSU die Eingliederungshilfen von Hartz-IV-Empfängern in den Arbeitsmarkt drastisch. Unter Schwarz-Rot verhinderten sie eine nennenswerte Wieder-Erhöhung der Gelder. Und von öffentlich geförderter Beschäftigung wollen sie überhaupt nichts wissen.

Vollbeschäftigung geht aber anders. Nicht Drangsalieren und Ignoranz, sondern Unterstützung und Qualifizierung bringen Menschen in Arbeit. Wir brauchen wieder mehr aktive Arbeitsförderung. Dabei ist auch die Qualität der Beschäftigungsverhältnisse wichtig: Denn sozial ist, was Gute Arbeit schafft.