Publikationen

Widerwillige Wende

Neu erschienen

Widerwillige Wende

Mit überwältigender Mehrheit hat der Bundestag letzten Freitag zugestimmt, Griechenland nicht die Kredite zu kündigen. Gleichzeitig kanzelt man weiter die neue griechische Regierung – allen voran Finanzminister Varoufakis – als ungezogene Burschen ab. Schon wieder also bekommen „die Griechen unser Geld“, obwohl ihnen angeblich nicht zu trauen ist.  

Tatsächlich erhält Griechenland kein neues Geld, sondern ein bestehendes Kreditabkommen wurde verlängert. Die griechische Regierung hat nun etwas Luft, ihr Programm umzusetzen und einen Politikwechsel zu versuchen. Die Eckpunkte, wofür sie gewählt wurde, waren vorher bekannt: Bekämpfung der humanitären Krise mit gezielter Unterstützung der

Widerwillige Wende ver.di Griechenland Widerwillige Wende

Ärmsten, Wiederherstellung von Schutzrechten für Beschäftigte, Stabilisierung der öffentlichen Einnahmen durch Besteuerung von Reichen, Bekämpfung von Filz und Korruption, ein wirtschaftliches Aufbauprogramm.   

Dieses Programm entspricht in vielen Punkten den Vorschlägen, die ver.di und der DGB seit Jahren formuliert haben. Es ist das Gegenteil der bisherigen blindwütigen Kürzungspolitik. Sie hat Millionen Menschen ins Elend gestürzt, aber keine Probleme gelöst. Die bisherige Politik ist gescheitert. Das ist offenkundig, räumen einige ihrer Verfechter aber nur widerwillig ein. Die griechische Regierung verdient Respekt und Unterstützung! Der Politikwechsel ist eine Chance für Griechenland und ganz Europa.