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Grundeinkommen - Utopie

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Grundeinkommen - Utopie

Jeden Monat 1000 Euro oder mehr für jede/n, nur so, ohne dafür arbeiten zu müssen, ohne Bedürftigkeitsprüfung! Diese Idee, ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ (BGE), klingt für viele attraktiv. Verständlich angesichts von Hartz IV und schlechten Jobs mit wenig Lohn.

Doch kann das funktionieren? Eine Alternative zur Erwerbsarbeit könnte es nur für Einzelne sein, auf Kosten anderer. Denn alle käuflichen Güter und Dienstleistungen werden durch Erwerbsarbeit produziert. Das ist zugleich die ursprüngliche Quelle der Einkommen. Ein BGE wäre eine Geldleistung und würde vollständig darauf beruhen. Den meisten würde ein BGE in die eine Tasche hineingesteckt und zugleich aus der anderen wieder herausgezogen.

Bedingungsloses Grundeinkommen ver.di Grundeinkommen - Utopie

Denn selbst bei höheren Steuern der Reichen und Unternehmen müssten überwiegend die Beschäftigten das Geld für ein BGE aufbringen. Die durchschnittliche Abgabenbelastung der Einkommen müsste mehr als verdoppelt werden – ab dem ersten Euro. Es wären flächendeckend enorm verschärfte Kontrollen nötig.

Ein BGE würde als allgemeine Lohnsubvention massiven Druck auf die Arbeitseinkommen ausüben. Gegen Armut wären verbesserte und repressionsfreie Mindestsicherungen sowie höhere Löhne und Renten geeigneter und gerechter. Wir brauchen gute Arbeit und bessere soziale Dienstleistungen. Die BGE-Idee ist unrealistisch, birgt große Risiken und lenkt ab von den Kämpfen, die sich wirklich lohnen.

Ausführlichere Wirtschaftspolitische Informationen und eine Präsentation zum Thema finden sich auf unserer Website:
https://wipo.verdi.de/publikationen/++co++ab29a9ba-db39-11e7-ade4-525400940f89

Die Wirtschaftspolitischen Informationen mit Zusammenfassung haben wir auch als Din A5-Broschüre gedruckt, sie kann bei uns unentgeltlich bestellt werden, auch in größerer Anzahl zum Weitergeben oder Auslegen.